Die Pflanzung von Wurzelware (wurzelnackte Pflanzen)
Schneiden Sie an den Wurzeln alle Knick-und Bruchstellen heraus und kürzen Sie die Wurzeln um
1/3 zurück. Wenn Sie gebündelte Ware erhalten haben, erleichtert es die Arbeit, wenn Sie die
Pflanzen im Bund lassen. Stellen Sie die Pflanzen, wenn möglich, ca. 1 Stunde direkt vor dem
Pflanzen ins Wasser. Besteht die Möglichkeit nicht, müssen die Pflanzen sehr gut gewässert werden. Die Wurzeln dürfen auf keinen Fall ungenässt in die Erde.
Damit die Pflanzen sich gut entwickeln können, ist es wichtig, den richtigen Standort zu wählen.
Lockern Sie den Boden durch graben oder fräsen auf, es sei denn, der Boden hat eine hohe
Feuchtigkeit, dann besteht die Gefahr einer Bodenverdichtung, die sich ungünstig auf die Pflanzen
auswirkt. Bodenverdichtungen müssen unbedingt aufgebrochen werden. Bei schweren Ton – oder
sandigen Böden empfiehlt sich die Verwendung von Bodenhilfsstoffen (Baumarkt). Zusätzlich kann
man 2/3 Gartenboden mit 1/3 Kompost vermischen.
Ist der Boden gut vorbereitet, kann das Pflanzloch oder der Pflanzgraben (Hecke) ausgehoben
werden. In die Tiefe 11/2 mal so tief, wie die Länge der Wurzel ist, in die Breite doppelt so breit,
wie die Breite der Wurzel ist, damit die Wurzeln beim Einsetzen nicht gedreht oder geknickt
werden müssen.
Stellen Sie die Pflanzen gerade in das Loch und füllen Sie den Erdaushub wieder hinein. Der
Wurzelhals (Stammanfang/Ende des Wurzelbereichs) muss mit der Bodenoberfläche abschließen.
Treten Sie den Boden leicht an. Im Frühjahr empfiehlt es sich, einen Gießrand anzulegen. Ist der
Boden sehr trocken, füllen Sie das Pflanzloch nur zu ¾ mit Erde auf, schlemmen dann gut mit
Wasser ein und füllen erst dann den restlichen Boden ein.
Im Herbst ist ein Gießrand oder das Einschlemmen, außer bei sehr trockener Witterung, nicht
erforderlich. Normalerweise genügt ein einmaliges Angießen der Pflanzen. Immergrüne und
wintergrüne Pflanzen verlieren durch die Blätter weiterhin an Feuchtigkeit, deshalb sollten sie
gelegentlich gegossen werden.
Bei Laubgehölzen empfiehlt sich ein Rücknitt von mindestens einem Drittel der Triebe.
Nadelgehölze werden nicht gekürzt. Das Zurückschneiden sollte im Anschluss der Pflanzung
erfolgen.
Eine Düngung ist erst im Folgejahr erforderlich. Es darf auf keinen Fall Mineraldünger, Stallmist
oder ähnliches mit ins das Pflanzloch gegeben werden, dieses verbrennt die Wurzeln und die
Pflanze geht ein. |