Pflanz- und Pflegeanleitungen
    Diese Seite drucken
Pflanzung von Ballenware

Die Pflanzung von Ballenware
Damit die Pflanzen sich gut entwickeln können, ist es wichtig, den richtigen Standort zu wählen.

Lockern Sie den Boden durch graben oder fräsen auf, es sei denn, der Boden hat eine hohe Feuchtigkeit, dann besteht die Gefahr einer Bodenverdichtung, die sich ungünstig auf die Pflanzen auswirkt. Bodenverdichtungen müssen unbedingt aufgebrochen werden. Bei schweren Ton – oder sandigen Böden empfiehlt sich die Verwendung von Bodenhilfsstoffen (Baumarkt). Zusätzlich kann man 2/3 Gartenboden mit 1/3 Kompost vermischen.

Wenn möglich, stellen Sie die Pflanzen direkt vor dem Setzen mit den Ballen ins Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Besteht diese Möglichkeit nicht, müssen die Pflanzen sehr gut gewässert und eingeschlemmt werden.

Ist der Boden gut vorbereitet, kann das Pflanzloch oder der Pflanzgraben (Hecke) ausgehoben werden. In die Tiefe 11/2 mal so tief, wie die Länge des Wurzelballens ist, in die Breite doppelt so breit, wie die Breite des Wurzelballens ist. Der Ballen muss später mit ausreichend frischer, lockerer Erde umgeben sein.

Stellen Sie die Pflanze gerade in das Loch und schneiden das Ballentuch auf (kann im Pflanzloch verbleiben, es verrottet). Lösen Sie, wenn vorhanden, Stammumwicklungen. Jetzt schaufeln Sie die vorbereitete Erde in das Loch, der Ballen darf bis zu einem Zentimeter mit frischer Erde bedeckt sein. Treten Sie den Boden leicht fest.
Im Frühjahr empfiehlt es sich, einen Gießrand anzulegen. Gießen Sie die frisch gesetzte Pflanze. Ist der Boden sehr trocken, füllen Sie das Pflanzloch nur zu ¾ mit Erde auf, schlemmen dann gut mit Wasser ein und füllen erst dann den restlichen Boden ein.
Im Herbst ist ein Gießrand oder das Einschlemmen, außer bei sehr trockener Witterung, nicht erforderlich. Normalerweise genügt ein einmaliges Angießen der Pflanzen. Immergrüne und wintergrüne Pflanzen verlieren durch die Blätter weiterhin an Feuchtigkeit, deshalb sollten sie gelegentlich gegossen werden.

Bei Laubgehölzen empfiehlt sich ein Rücknitt von mindestens einem Drittel der Triebe.
Nadelgehölze werden nicht gekürzt. Das Zurückschneiden sollte im Anschluss der Pflanzung erfolgen.

Eine Düngung ist erst im Folgejahr erforderlich. Es darf auf keinen Fall Mineraldünger, Stallmist oder ähnliches mit ins das Pflanzloch gegeben werden, dieses verbrennt die Wurzeln und die Pflanze geht ein.